Die Folkmusik-Homepage von Klaus Schaefer  
 












Nordic Folk Weekend Darmstadt 98


Sonntag, den 4. Oktober 1998

halbNeun-Theater Kinderprogramm 16.00 Uhr:
Kunterbunt - Lieder für Kids ab 5

Abendvorstellung um halb Acht im halbNeun-Theater:
Jim Mageean - Saufballaden und Arbeitslieder
Johnny Collins - Englands Folkbarde Nr.1
Molwert - Deutschfolk aus Darmstadt
Brian McNeill - Der Gründer der Battlefield Band als Solist
Bierfiedler - Die Folkband aus Leipzig

Was die Presse sagt


Bilder vom Nordic Folk Weekend Darmstadt 1998

Festival-Informationen: Klaus Schäfer Tel.: +49 228 66 77 44

 

Die Musiker des Festivals:

Jim Mageean

Jim wuchs in Northumbria auf, wo sein Vater Bergmann war. Er wurde nach seinem Großvater benannt, einem Straßensänger, der bei einem Grubenunglück ums Leben gekommen war. Seine Eltern und Großeltern sangen alle, von ihnen lernte er einige seiner frühen Lieder. Seine ersten öffentlichen Auftritte hatte er im Alter von 2 Jahren an der Theke des örtlichen Kaufladens, wo er jede Woche Lieder zum besten gab.

Im Alter von 15 Jahren, im Jahr 1963, begann Jim regelmäßig den "Folk Song & Ballad Club" in Newcastle zu besuchen, wo ihn Rae Fisher, Johnny Handle & Lou Killen beeinflußten. Zwei Jahre später nahm er in Scarborough zum ersten Mal an einem Folkfestival teil. Dort traf er auch Stan Hugill, der zu seinem Mentor wurde.

Jim gründete zwei erfolgreiche Folk-Clubs im Nordosten Englands, den "Gosforth Traditional Music Club" und "The Baltic Tavern Shanty Club". Im Jahr 1975 zog er nach London. Im gleichen Jahr gründete er mit Johnny Collins ein erfolgreiches Duo, das in vielen britischen Clubs und bei zahlreichen Festivals auftrat. Mit Johnny absolvierte Jim vier Tourneen in den USA. Beide tourten auch häufig in Europa. Jim und Johnny haben gemeinsam 3 Alben herausgebracht, in diesem Jahr soll eine CD folgen.

Mitte der achtziger Jahre kehrte Jim in den Nordosten Englands zurück, wo er 1986 anläßlich einer Windjammerparade die Shanty-Gruppe "The Keelers" gründete. Das erste Album der Gruppe mit dem Titel "Keelhaulin" wurde 1991 für eine Polen-Tournee im Jahr 1991 produziert. Das zweite Album, "Farewell to the Master" war Stan Hugill gewidmet, der im Alter von 85 gestorben war. "Songs of the Sea ist ein Kinderalbum, das im Rahmen eines Shanty-Lieder-Projektes in 50 Schulen entstand. "The Whale" beruht auf Herman Melvilles klassischem Roman "Moby Dick". Die Gruppe produziert zur Zeit ein neues Album, das 1996 zur Feier des 10-jährigen Bestehens herauskommen soll.

Am liebsten singt Jim Lieder aus der Karibik, die eine ganz interessante Geschichte haben: Ursprünglich, im 19. Jahrhundert, wurden sie von europäischen Seeleuten dort beim Landgang hinterlassen. Die Einheimischen, Nachfahren von Sklaven, haben sie verstümmelt, umgedichtet, mit eigenen Inhalten versehen. Und sie zur Landarbeit gesungen - bis heute. In den sechziger Jahren wurden die Stücke von Forschern für Europa wiederentdeckt. Der Kreislauf schloß sich.

Viele Songs erinnern daher stark an Gospelmusik.

Hauptberuflich ist Jim Hoschschuldozent für Maschinenbau.

zurück
 

Kunterbunt aus Grasberg

Jede Menge Klänge. Neue Lieder und Tänze für Menschen ab 5

Mit ihren Liedern "Drei Schweine saßen an der Leine" und "LeLoLei" haben Ulrike Weiß und Jens-Peter Müller erste Hits gelandet. Seit 1986 treten sie als "Kunterbunt aus Grasberg" in Schulen, Kindergärten, bei Folkfestivals und anderen Festen, in Kirchen und Krankenhäusern auf. Sie wirkten in Kindersendungen des SDR des WDR, im Saarländischen Rundfunk, beim Südwestfunk und bei Radio Bremen mit. Die mittlerweile dritte CD zu ihrem aktuellen Programm Schatzsuche wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik 3/92 ausgezeichnet.

Kunterbunt aus Grasberg macht nicht nur einfach Musik, sondern animiert zum Mitmusizieren und Mittanzen. Dabei stehen neben Geige und Gitarre viele ungewöhnliche lnstrumente zur Verfügung wie Löffel, Ukulele, Concertina, Streichpsalter, Brummtopf, Kalimba und Wasserflöte. Kunterbunt will Menschen ab 5 neue und alte Klangerlebnisse vermitteln und kommt dabei ohne jede Elektronik aus.

Kunterbunt aus Grasber als Trio oder Quartett : Mit dem Harfenisten und Gitarristen Michael Schumann und oder dem Kontrabassisten Reinhard "Hardy" Röhrs.

Dauer des Programms 50 - 60 Minuten

zurück
 

Johnny Collins

Wenn Johnny anfängt zu singen, erbebt der ganze Raum. Er braucht keine Anlage, um sich Gehör zu verschaffen. Seine tiefe, sonore Stimme gräbt sich rasch in das Gedächtnis seiner Zuhörer ein. Am liebsten hat er es jedoch, wenn auch das Publikum mitsingt. Seine Lieder, sie handeln meist von Begebenheiten auf See und von den Erlebnissen der Matrosen im Hafen, haben immer einen Refrain. Und das hat seinen Grund: "Ich habe angefangen, Shanties zu singen, weil man sie zusammen mit anderen Leuten singen kann", sagt er. "Denn meine ganze Reputation als Sänger basiert darauf, das Publikum mit in das Geschehen einzubeziehen." Doch noch ein anderer hat Johnny auf das Gleis gesetzt, auf dem er seit Jahren weltweit Erfolge erzielt. "Vor zwanzig Jahren hatte ich ein oder zwei Shanties im Repertoire", sagt er. "Dann habe ich Jim Mageean getroffen, einen Experten auf dem Gebiet. Mit ihm habe ich nach den Ursprüngen von Shanties gesucht. Ihn interessierte vor allem, woher sie kamen und bei welcher Arbeit sie gesungen wurden." Fündig geworden sind die beiden in der Karibik. Dort werden viele dieser Lieder, die vom Walfang berichten, noch heute bei der Feldarbeit gesungen. In Stan Hugo (Staan), einem versierten Shanty-Sammler, fand Johnny einen weiteren Fachmann, der viel über den Hintergrund der Shanties zu berichten wußte. "Und von da an hat es sich entwickelt", sagt er.

Heute lebt der gebürtige Norwicher in West-London. Johnny hat mehrere Soloalben veröffentlicht, darunter "the traveller´s rest", das von Kritikern und Publikum sehr gelobt wurde, wie auch seine Alben mit seinem gelegentlichen Duo-Partner Jim Mageean. Mit ihm wird er in Darmstadt zu hören sein.

zurück
 

Bierfiedler

In der DDR gehörten sie zu den ersten und erfolgreichsten Folk-Bands überhaupt. Und sie haben den Zeitenwechsel gut überstanden. Trotz kurzer Schaffenspause Anfang der 90er feiern Folkländers Bierfiedler in diesem Jahr ihren 22. Geburtstag. Seit 1994 sind sie wieder aktiv: Ulrike Triebel (Violine), Ulrich Doberenz (Baß), Manfred Wagenbreth (Gesang, Madoline, Gitarre), Heidi Eichenberg (Gesang, Akkordeon), Dirk Wasmund (Klarinette, Saxophone, Flöte) und Jörg Wolf (Cello). Im aktuellen Programm finden sich neben den deftigen deutschen Volksliedern, mit denen die Folkländer seinerzeit antraten, wunderschöne Balladen, Bearbeitungen von Traditionals und Rocksongs sowie viele neue eigene Stücke. Härter und heiterer klingen sie inzwischen, wenn sie bei Liveauftritten E-Gitarre und Schlagzeug mitbringen. Geblieben sind der Spaß am gemeinsamen Musizieren und das Lieblingsthema "Beziehungen und andere Katastrophen". Genau im richtigen Maß zwischen Anteilnahme und innerer Gelassenheit. Kein Wunder, nach allem, was sie erlebt haben.

zurück
 

Brian McNeill

Brian wurde 1950 im schottischen Falkirk geboren. Als Teenager erhielt er den ersten Geigenunterricht, gab dieses Instrument aber bald auf, und spielte lieber elektrische Gitarre. Eine umfassende musikalische Ausbildung und eine etwas verplemperte Jugend waren das Ergebnis, bis er während des Studiums in Kontakt mit keltischer Musik kam. Er wußte sofort, daß dies die Musik war, die er spielen mußte. Als unmittelbare Folge dieser Erkenntnis nahm er 1969 die Fiddle wieder zu Hand und gründete die Battlefield Band, die seither eine der bekanntesten schottischen Folksbands geworden ist.

Brian spielt Fiddle, Viola, Mandoline, Zitter, Bouzouki, Gitarre, Konzertina, Bass und Drehleiher. Seine herausragenden Fähigkeiten als Liedermacher -vor allem von Liedern über Schottlands Vergangenheit und Zukunft - werden seit langem anerkannt.

1989 veröffentlichte Brian seinen ersten Roman "The Busker", und 1990 verließ der die Battlefield Band, um sich auf das Schreiben und Solo-Projekte zu konzentrieren. In den letzten Jahren war er immer wieder mit der achtköpfigen schotischen Supergruppe "Clan Alba" sowie seiner eigenen Audiovisions-Show über die schottische Emigration nach Amerika mit dem Titel "The Back O' the North Wird" weltweit auf Tournee. Derzeit tourt er mit verschiedenen Gruppen, aber auch als Solist mit seinen alten Freund und Mitstreiter Iain McIntosh und dem schottischen Gitarristen Tony McManus.

zurück
 

Molwert

Molwert (südhessisch: Maulwurf) dürfte wohl eine der dienstältesten Folk-Formationen im südhessischen Raum sein, denn die vier Musiker, die sich seit ihrer gemeinsamen Schulzeit kennen, spielen in unveränderter Besetzung schon seit 1979 zusammen.

Dennoch haben die Musiker die Freude am gemeinsamen Spielen nicht verloren, wie alle schnell bemerken werden, die ein Konzert der "Maulwürfe" besuchen.

Das Repertoire der Gruppe, das in den vielen Jahren des Zusammenspielens entstanden ist, ist breit gefächert und spiegelt die musikalische Entwicklung der Gruppe. Es umfaßt sowohl aktuelles als auch historisches Material und reicht vom deutschen politischen Lied über traditionelle irische und schottische Balladen bis hin zum französischen Chanson.

Die erste CD der Gruppe unter dem Titel "Endlich!" ist im Mai erschienen.

zurück

Danny Kyle
Marienthal
Gaestebuch
Livecam
Shanty
Nordic
Radiosendungen
Links
News
Nordic Folk Weekend 2001 | Nordic Folk Weekend 1996